Berichte

Marco Walter der einzige Schaffhauser an der SM

Marco WalterIn die Romandie muss Marco Walter reisen. Der Löhninger ist der einzige Vertreter von Kutu SH an der Schweizer Meisterschaft in Morges.
Die FSG Morges organisiert am Wochenende die Schweizer Meisterschaft im Kunstturnen im Complexe de Beausobre. Dieser Wettkampf ist für die Turnerinnen und Turner der Eliteklasse von grösster Bedeutung, weil der Wettkampf als Qualifikation für die in einem Monat in Montreal (Kanada) stattfindende Weltmeisterschaft dient. Für die Zuschauer bedeutet das, dass die Athletinnen und Athleten alles daran setzen werden, sich einen WM-Startplatz zu sichern. «Die Veranstaltung verspricht ein ausserordentliches Spektakel», sagt Marc Reymond, der OK-Präsident.

Nach Morges kann Cheftrainer Zbinek Zahlava von den Turnern des Vereins Kutu SH nur einen Athleten schicken. Absagen musste Taha Serhani, der für Schaffhausen turnende Winterthurer. Er war im Training in Magglingen bei einer Übung beim Reckabgang gestürzt und hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Jetzt hoffen seine Trainer und Betreuer im Schaffhauser Kunstturnzentrum Dreispitz, dass Serhani bis zur Schweizer Meisterschaft der Mannschaften im benachbarten Bülach (Kutu SH organisiert eine Fanfahrt zur SMM) wieder mitmischen kann. Damit hält Marco Walter als einziger Turner aus Schaffhausen, der zuletzt an der Universiade in Taipeh im Einsatz stand, die Schaffhauser Farben hoch. Obwohl Walter sich mit einer Zehenverletzung herumschlagen musste, dürfte sein Ziel die Qualifikation für die Gerätefinals sein. Ob er schon an seinen Paradedisziplinen Sprung und Boden mitmischen kann, wird sich weisen. Zumindest beim letzten Qualifikationswettkampf zeigte der Löhninger eine aufsteigende Leistung. Dort turnte er an vier von sechs Geräten und konnte sich an diesen in den vorderen Plätzen rangieren. Beim Kampf um die begehrten Meistertitel erwarten die Kunstturnexperten einen Zweikampf zwischen Pablo Brägger (STV Oberbüren) und Eddy Yusof (TV Bülach). Oder kann einer der aufstrebenden Nachwuchsleute, wie Samir Serhani (TV Hegi), der jüngere Bruder des Kutu-SH-Turners Taha Serhani, oder Henji Mboyo (TV Opfikon-Glattbrugg) den Routiniers ein Schnippchen schlagen? Zu beachten sind auch weitere Spitzenturner aus den anderen Turnzentren.

 Daniel F. Koch, Schaffhauser Nachrichten