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Beim Jugendcup werden viele Weichen für eine Turnerkarriere gestellt

Marco WalterZum 33. Mal findet am Wochenende der Jugendcup im Kunstturnen statt. Über 200 junge Turntalente werden in den jüngeren Nachwuchskategorien (Einführungsprogramm und Programme 1 bis 3) um Siege und Medaillen kämpfen.
Der Jugendcup ist einer der ältesten Wettkämpfe für junge Kunstturner in unserer Region. Am Wochenende wird der Wettkampf zum 33. Mal ausgetragen. Wettkampfort ist das regionale Turnzentrum Schaffhausen in der Kunstturnhalle Dreispitz in Herblingen. Zunächst wurde der Jugendcup von Trainerlegende Gerhard «Gerry» Fuchs für den Nachwuchs geschaffen. Neu war der spezielle Modus mit Vorrunde und Final am selben Tag. Zur ersten Austragung reisten 173 junge Turner an. Das Interesse an dem Wettkampf hat in den 33 Jahren nicht nachgelassen. Die Austragung 2018 lockt über 200 Nachwuchsturner an. Noch immer eine Erfolgsgeschichte, die noch nicht beendet ist. So ist der Jugendcup seit drei Jahren noch bedeutender. Warum? «Am Samstag suchen wir zum dritten Mal den besten Turner der Schweiz in der Kategorie Einführungsprogramm (EP)», erklärt Peter Wanner, der OK-Präsident des Jugendcups und gleichzeitig Präsident von Kutu SH.

 Anspruchsvoller Wettkampf

Der Wettkampf ist bereits für die jüngsten Teilnehmer anspruchsvoll. «Die besten 24 Turner aus der Vorrunde qualifizieren sich für den Finaldurchgang, wo alles wieder bei null beginnt», erklärt OK-Präsident Wanner. Die drei Besten des Finaldurchgangs bekommen nach dem Wettkampfende ihre Siegerpokale überreicht. Für viele Talente ist der Jugendcup mit seinem zweigeteilten Ablauf der erste Wettkampf dieser Art in ihrer Turnerkarriere. Neben den EP-Turnern werden auch die Alterskollegen in den Kategorien Programm 2 und 3 am Samstag im Einsatz stehen.
Nicht weniger wichtig ist der Wettkampf vom Sonntag. Dann werden die Turner der Kategorie Programm 1 antreten. Dessen Resultate werden für die Kaderqualifikation gewertet. Das wiederum hat Auswirkungen darauf, wie viel Unterstützung die Regionalzentren vom Schweizerischen Turnverband erhalten. Wie in den Jahren zuvor zählt der Schaffhauser Jugendcup wieder zum Ostschweizer Cup, ein Wettbewerb, der aus insgesamt fünf Wettkämpfen besteht. «Damit ist unser Wettkampf noch attraktiver, und Siege beziehungsweise vordere Rangierungen machen sich doppelt bemerkbar», erklärt Peter Wanner.

Nachwuchsarbeit trägt Früchte
Die Arbeit der Dreispitz-Trainer zahlt sich aus. «Das Leistungsniveau hat sich verbessert», freut sich Kutu-SH-Präsident Wanner. «Unsere Jugendförderung trägt Früchte.» Das könne man daran ablesen, dass sich der Abstand zur nationalen Spitze verkleinert habe. Neben den Aushängeschildern von Kutu SH, die beiden Nationalkaderturner Marco Walter und Taha Serhani, haben Leon Montanile und Maximilian Glaeser den Sprung ins Jugendkader geschafft. Für die anderen Talente von Kutu SH sind das gute Signale. Sie können vor Ort sehen, dass sich das viele Training durchaus lohnt.
Cheftrainer Zbynek Zahlava, der mit seinem Trainerteam, bestehend aus Beate Gielsdorf, Erich Wanner und Martin Fuchs, die Einheimischen sportlich begleitet, hat für die 33. Ausgabe des Jugendcups folgende Ziele ausgegeben. «Im EP hoffen wir, dass Edis Senyürek seine Form abrufen kann und fehlerfrei turnt. Im Programm 1 hoffe ich darauf, dass zwei unserer Turner die Kaderqualifikationschancen nützen können. Im Programm 2 findet die Kaderqualifikation in einer Woche statt. Für unsere Turner ist der Jugendcup die Generalprobe.»

Die Schaffhauser Starter am 33. Jugendcup. EP: Edis Senyürek. – P1: Lucas Jonecso, Jonas Räpple, Luka Volger, Felix Stuber, Kevin Avson. – P2: Leon Montanile, Maximilian Glaeser, Joseph Mascot, Raphael Klumpp.

Von Daniel F. Koch