Das Schaffhauser-Kunstturnteam mit Taha Serhani, Fabio Strauss, Marco Walter, Jonas Räpple und Maximilan Glaeser erreichte an den Schweizer Meisterschaften Mannschaft (SMM) in Bülach den dritten Rang in der Nationalliga B und sicherte sich souverän den Klassenerhalt.

Das Team vom Verein Kunstturnen Schaffhausen (Kutu SH), das von Cheftrainer Ueli Strub und Assistenztrainer Richie Wanner betreut wurde, starteten am Zittergerät Pferdpauschen in den Wettkampf. Warum, zeigte sich schnell: Gleich drei Stürze mussten die Vertreter von Kutu SH in Kauf nehmen. Nur Marco Walter konnte seine Übung durchturnen und sicherte so dem Team wichtige Punkte. Jonas Räpple, der ­Debütant an seiner ersten SM, musste zwar ebenfalls vom Gerät, hielt den Schaden aber mit einer gut zu Ende ­geturnten Übung in Grenzen. Weil auch Teamleader Taha Serhani nicht fehlerlos durch die Übung kam, sah sich das Team nach dem ersten Durchgang nur auf Rang 5. Auch an den Ringen konnte sich die Schaffhauser (noch) nicht ganz aus dem Abstiegskampf verabschieden. Mit sauberen Übungen und Noten über 11 sorgten aber Maximilan Glaeser und Fabio Strauss dafür, dass der Rückstand nicht grösser wurde.

Die zahlreich mitgereisten Fans liessen sich vom «Fehlstart» aber nicht beirren und feuerten die Turner weiterhin lautstark an. Dies schien das Team zu spüren, und so begann die Aufholjagd. Mit zwei schönen Tsukaharas mit Schraube von Fabio Strauss und Maximilan Glaeser sowie einer hochgetrie­benen zweieinhalbfachen Schraube von Serhani kamen viele Punkte zum Teamtotal dazu. Auch am Barren gab es viele Punkte. Marco Walter, Fabio Strauss und Taha Serhani turnten ihre Übungen sehr sauber durch, was ihnen das zweite beste Teamresultat an diesem Gerät einbrachte.

Das Reck war das vorletzte Gerät. Glaeser sowie Strauss ­sorgten mit fehlerfreien Übungen am gemeinhin als «Königsgerät» bezeichnete Gerät ­dafür, dass Serhani ohne Druck sein Spezial­gerät in Angriff nehmen konnte. Er zeigte dem Publikum eine Weltklasseübung mit hochgetrieben Tkatchev- und Kovacs-Varianten. 13.733 Punkte waren der Lohn und weitere viele Punkte für das Team. Plötzlich konnte man sogar mit einem Podestplatz liebäugeln, lag doch das Team Zürich 2 vor dem letzten Durchgang nur noch einen Punkt vor den Schaffhausern.

Die Fans gaben nochmals alles, was die Turner mit starken Darbietungen am Boden belohnten. Fabio Strauss stand alle seine schwierigen Sprünge und bekam dafür 12.500 Punkte. Marco Walter, als Bodenspezialist bekannt, stellte seine Übung originell zusammen und turnte sie sehr sauber, was ihm und dem Team 13.133 Punkte einbrachte. Mit einer sehr schwierigen Übung ohne Fehler schloss dann Taha Serhani den Wettkampf mit 13.400 Punkten ab. Daraus resultierte das beste Teamresultat am Boden. Und am Schluss hat es tatsächlich noch für den dritten Rang in der NLB gereicht. Das Ziel Ligaerhalt wurde ­sogar übertroffen. Die Trainer Ueli Strub und Richie Wanner sind mit den Leistungen der Turner sehr zufrieden. «Das Team hat sich nach dem harzigen Start hervorragend in den Wettkampf zurückgekämpft und den Fans viele tolle Übungen gezeigt», freute sich Strub nach dem Wettkampf.

Gewonnen wurde die Nationalliga B von Aargau 2 vor Solothurn 1. Absteigen muss Zürich 3.

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