Leon MontanileBeim 32. Jugendcup schafften mit Leon (P1) und Robin Montanile (P3) zwei Einheimische den Sprung aufs Podest.

Die Nervosität war im Turnzentrum Dreispitz in Herblingen zu spüren, stand doch mit dem 32. Jugendcup im Kunstturnen der Heimanlass und der vierte von insgesamt fünf Wettkämpfen des Ostschweizer Cups auf dem Programm. Für manch einen der sieben Turner des Einführungsprogrammes (EP) war es gar das erste Aufeinandertreffen mit ausserkantonalen Turnern überhaupt. Und dieses hatte es in sich. Nachdem alle 55 Turner ihre sechs Übungen gezeigt hatten, folgte der Finaldurchgang für die besten 24  EP-Turner. 

Bereits zum zweiten Mal wurde beim Jugendcup der beste EP-Turner schweizweit gesucht. Denn im Gegensatz zu den Programmen P1 und höher gibt es für die EP-Turnenden keine Schweizer Meisterschaften. Dank eines guten Wettkampfes schafften mit Luca Volger (TV Löhningen) und Felix Stuber (Kutu Schaffhausen) zwei einheimische Turner den Sprung in den Final. Und dort wussten sie zu überzeugen. Dank einer Steigerung in fünf von sechs Geräten klassierte sich Luca Volger mit einem Punktetotal von 72,175 auf dem zehnten Schlussrang. Knapp dahinter folgte Felix Stuber mit 69,775 Punkten auf dem 14. Rang. Doch auch die übrigen Schaffhauser blicken auf einen gelungenen Wettkampf zurück.

Dem Druck standgehalten
Ganz vorn mitmischen wollten beim Heimwettkampf nach guten Leistungen zuvor die beiden P1-Turner Leon Montanile und Alen Krznaric. Nach einer etwas nervösen ersten Übung am Barren fand Montanile gut in den Wettkampf und reihte sich in den vorderen Rängen ein. Konstant saubere Übungen brachten ihn vor seinem letzten Gerät, dem Sprung, in eine ausgezeichnete Ausgangslage. Alle Blicke richteten sich auf ihn – die anderen Geräte waren beendet –, als Montanile seinen gestreckten Vorwärtssalto sicher zum Stand brachte. Die Faust ging in die Höhe, der Podestplatz war auf sicher. Am Schluss war es die silberne Auszeichnung, die er sich um den Hals hängen lassen durfte. Stark turnte auch Alen Krznaric. Der «Einturnweltmeister», wie ihn Cheftrainer Zbynek Zahlava bezeichnet, hatte anfangs ebenfalls gegen die (Heim-)Nervosität zu kämpfen, ehe er gut in den Wettkampf fand. Der ein oder andere kleine Flüchtigkeitsfehler kostete dem starken Schaffhauser Turner letztlich eine noch bessere Platzierung – trotzdem resultierte ein vierter Rang. Vor dem abschliessenden Heidiland-Cup liegen die beiden P1-Turner von Kutu SH auf dem zweiten beziehungsweise vierten Zwischenrang des Ostschweizer Cups. Mit Maximilian Glaeser auf dem fünften und Lucas Jonesco auf dem zehnten Rang befinden sich noch zwei weitere Schaffhauser Turner in den Top 10 der 74 Turner fassenden Zwischenrangliste.
Für den zweiten Höhepunkt des diesjährigen Schaffhauser Jugendcups sorgte mit Robin Montanile ein P3-Turner. Im kleinsten Feld des Tages zeigte auch Montanile seine Übungen an sechs Geräten den Wertungsrichtern. Am Ende holte er ein Punktetotal von 57,475. Das bedeutete für ihn ebenfalls der zweite Schlussrang. Und auch Robin Montanile darf sich auf den Heidiland-Cup freuen, hat er doch mit dem zweiten Zwischenrang eine komfortable Ausgangslage.
Zufrieden zeigte sich am Samstag nicht nur OK-Präsident Peter Wanner, sondern auch Cheftrainer Zahlava. «Die Nervosität war insbesondere bei unserem Jüngsten zu spüren – aber insgesamt zeigt die Leistungskurve weiter nach oben, das stimmt für die kommenden Wettkämpfe und die anstehenden Schweizer Meisterschaften optimistisch», lautete sein Fazit.

von Corina Fendt


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