ReferatKinderSpitzensport klKinder im Spitzensport – über dieses Thema referierte Susanne Paulet im «Kronenhof». Die Sportmedizinerin informierte über die körperlichen und psychischen Folgen des jugendlichen Leistungssports.

Giulia Steingruber, Xherdan Shaqiri und Lara Gut sind die drei erfolgreichen Spitzensportler, die schon im frühen Alter grosse Leistungen erzielt hatten. Neben Erfolg haben viele Profisportler auch gesundheitliche Beschwerden oder können dem psychischen Druck nicht standhalten. Zum Beispiel der deutsche Fussballtorwart Robert Enke, der sich 2009 das Leben nahm. Welche Auswirkungen Spitzensport auf die Gesundheit Jugendlicher hat und was die Anforderungen an das Umfeld der Jugendlichen sind, waren die Themen des Vortrags am Donnerstagabend in der Hirslanden Klinik.

Sportmedizinerin Susanne Paulet zeigte den etwa 30 Besuchern im Hotel Kronenhof die verschiedenen Aspekte auf, wie der Weg eines jungen Spitzensportlers aussehen sollte. «Grosse Erfolge im Sport sind praktisch nicht möglich ohne strikte Disziplin im frühen Alter», sagt Paulet. Ein solcher Weg kann viele Belastungen mit sich bringen. Deshalb sei, nach Angaben von Paulet, die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Eltern, Trainerstab, Schule und medizinischer Betreuung von grosser Wichtigkeit.

Veränderungen in der Pubertät
Speziell in der Pubertät muss das Verhalten der Kinder vom Umfeld genaustens beobachtet werden. Jugend-liche machen durch Hormoneinfluss eine riesige körperliche Veränderung durch. Bei Mädchen steigt zum Beispiel der Fettanteil, welcher vor allem in ästhetischen Sportarten wie Eiskunstlauf oder auch Ballett den jungen Frauen zum Verhängnis werden kann. Dadurch können oft Essstörungen auftreten. Aber nicht nur ihr Körper verändert sich, sondern auch ihr Interesse. -Bei vielen nimmt die Lustlosigkeit am Sport zu sowie auch der Druck und die Erwartungen an sich selbst.

«Sport ist die beste Lebensschule»
Trotz den Risiken, die man im Spitzensport eingehen muss, sagt Paulet: «Sport ist die beste Lebensschule.» Durch Sport lernen Kinder schon im frühen Alter Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu übernehmen. Ein ideales Beispiel dafür war der 14-jährige Gast, der Paulet am Donnerstagabend einlud. Der Kunstturner Pirmin Werner trainiert 21 bis 23 Stunden die Woche und ist somit ein echter Spitzensportler. Nur vier Wochen im Jahr ist der Andelfinger trainingsfrei. Neben der Schule und dem Training findet Werner aber dennoch Zeit für seine Freunde, um ins Kino oder in die Badi zu gehen. Ganz selten plagt Werner aber auch die Lustlosigkeit, darauf meint er: «Mit dem muss man leben, aber meistens überwiegt der Spass.»

Von Katja Meier (Quelle: shn.ch)

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